Fotografen und die DSGVO: Ein sicherer Umgang mit Daten

Ein Leitfaden, wie Fotografen sich an Datenschutzbestimmungen halten und gleichzeitig ihre Geschäfte führen können.


Du bist Fotograf oder Fotografin und sorgst dich um den sicheren Umgang mit Daten? Dann bist du hier genau richtig! In diesem Beitrag geht es um ein für viele Fotografen und Fotografinnen brisantes Thema: Die Datenschutz-Grundverordnung, kurz DSGVO. Wir zeigen dir, wie du als Fotograf/in datenschutzkonform arbeitest und rechtliche Fallstricke vermeidest.

Die DSGVO wurde im Mai 2018 eingeführt und hat das Ziel, den Schutz personenbezogener Daten zu stärken. Sie betrifft nicht nur große Unternehmen, sondern auch selbstständige Fotografen und Fotografinnen. Doch keine Sorge, wir helfen dir dabei, den Überblick zu behalten.

Im ersten Teil dieses Blogbeitrags erklären wir dir, was die DSGVO überhaupt ist und welche Ziele sie verfolgt. Dabei gehen wir auf die Grundsätze des Datenschutzes ein und zeigen dir, was der Schutz personenbezogener Daten für deine Arbeit als Fotograf/in bedeutet.

Im zweiten Teil erfährst du, welche rechtlichen Anforderungen die DSGVO an Fotografen und Fotografinnen stellt. Wir klären dich über deine Pflichten als Verantwortlicher auf und erklären dir, wie du eine rechtmäßige Datenverarbeitung sicherstellst. Außerdem gehen wir auf die Themen Auftragsverarbeitung und Informationspflichten ein.

Im dritten und letzten Teil dieses Beitrags geht es um die Datenschutzerklärung und das Einwilligungsmanagement. Wir zeigen dir, welche Inhalte in eine korrekte Datenschutzerklärung gehören und wie du das Einverständnis deiner Kunden zur Datenverarbeitung einholst.

Was ist die DSGVO?

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist eine EU-weite Verordnung, die am 25. Mai 2018 in Kraft getreten ist und den Schutz personenbezogener Daten stärken soll. Sie gilt für alle Unternehmen und Organisationen, die personenbezogene Daten verarbeiten – und das betrifft auch Fotografen und Fotografinnen.

Die DSGVO hat das Ziel, den Datenschutz in Zeiten der digitalen Revolution zu verbessern und den Verbrauchern mehr Kontrolle über ihre Daten zu geben. Sie legt Grundprinzipien des Datenschutzes fest, wie zum Beispiel Transparenz, Zweckbindung, Datensparsamkeit und Integrität.

Ein zentraler Begriff der DSGVO ist die Verarbeitung personenbezogener Daten. Darunter fallen alle Informationen, die sich auf eine identifizierte oder identifizierbare natürliche Person beziehen, wie zum Beispiel Name, Adresse, E-Mail-Adresse oder Fotos. Als Fotograf/in arbeitest du also mit personenbezogenen Daten, wenn du Bilder von Menschen aufnimmst.

Die DSGVO stellt hohe Anforderungen an den Umgang mit personenbezogenen Daten. Fotografen und Fotografinnen müssen sicherstellen, dass die Daten rechtmäßig, fair und transparent verarbeitet werden. Das heißt, dass du den Personen, deren Daten du verarbeitest, informieren musst, wie du ihre Daten nutzt und welche Rechte sie haben.

Ein weiteres wichtiges Element der DSGVO ist die Einwilligung. Du darfst personenbezogene Daten nur mit einer rechtsgültigen Einwilligung der betroffenen Person verarbeiten. Das bedeutet, dass du deine Kunden explizit um Erlaubnis fragen musst, bevor du ihre Daten verwendest – beispielsweise für deine Website oder Social-Media-Kanäle.

Die DSGVO bringt auch das Recht auf Datenübertragbarkeit mit sich. Das bedeutet, dass deine Kunden das Recht haben, ihre Daten von dir in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Dies ermöglicht es ihnen, ihre Daten von einem Dienstleister zum anderen zu übertragen.

Um den Anforderungen der DSGVO gerecht zu werden, ist es wichtig, dass du als Fotograf/in dich mit den Grundlagen des Datenschutzes auseinandersetzt und entsprechende Maßnahmen ergreifst. Im nächsten Teil dieses Beitrags erfährst du, welche rechtlichen Verpflichtungen die DSGVO an Fotografen und Fotografinnen stellt.

Rechtliche Anforderungen für Fotografen

Als Fotograf oder Fotografin unterliegst du bestimmten rechtlichen Anforderungen im Umgang mit personenbezogenen Daten. Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) legt fest, welche Pflichten du als Verantwortlicher hast und welche Rechte den betroffenen Personen zustehen.

Eine zentrale Anforderung der DSGVO ist die Verarbeitung personenbezogener Daten auf rechtmäßiger Grundlage. Das heißt, du benötigst eine Rechtsgrundlage, um die Daten deiner Kunden zu verarbeiten. Eine mögliche Rechtsgrundlage ist die Einwilligung der betroffenen Person. Du musst sicherstellen, dass deine Kunden ihre Einwilligung freiwillig, informiert, eindeutig und aktiv abgeben.

Ein weiterer Punkt, den du beachten musst, ist die Informationspflicht. Du musst deine Kunden darüber informieren, welche Daten du erhebst, zu welchem Zweck du sie verarbeitest, auf welcher Rechtsgrundlage und wie lange du sie speicherst. Diese Informationen solltest du leicht verständlich und transparent bereitstellen, beispielsweise in einer Datenschutzerklärung auf deiner Website.

Die DSGVO sieht außerdem vor, dass du Maßnahmen ergreifst, um die Sicherheit der personenbezogenen Daten zu gewährleisten. Du bist verpflichtet, angemessene technische und organisatorische Maßnahmen zu treffen, um einen angemessenen Schutz zu erreichen. Dazu gehört beispielsweise die Verschlüsselung der Daten und die Verwendung von Passwörtern.

Ein weiterer wichtiger Aspekt sind die Rechte der betroffenen Personen. Die DSGVO räumt den betroffenen Personen verschiedene Rechte ein, wie beispielsweise das Auskunftsrecht, das Recht auf Berichtigung und Löschung, das Recht auf Einschränkung der Verarbeitung sowie das Widerspruchsrecht. Du bist verpflichtet, diese Rechte zu respektieren und entsprechende Prozesse zu implementieren, um diesen gerecht zu werden.

Auch bei der Auftragsverarbeitung gibt es rechtliche Anforderungen zu beachten. Wenn du als Fotograf/in Auftragsverarbeiter zur Unterstützung bei der Datenverarbeitung einsetzt, musst du mit ihnen einen Vertrag abschließen. Dieser Vertrag muss bestimmte Anforderungen erfüllen und sicherstellen, dass der Auftragsverarbeiter die Daten ebenfalls gemäß den Vorgaben der DSGVO verarbeitet.

Um den rechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, ist es ratsam, sich mit einem Experten oder einer Expertin für Datenschutzrecht in Verbindung zu setzen. Dieser kann dir bei der Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen und Dokumentationen helfen.

Im letzten Teil dieses Beitrags geht es um die Datenschutzerklärung und das Einwilligungsmanagement. Erfahre, welche Informationen in einer korrekten Datenschutzerklärung enthalten sein sollten und wie du das Einverständnis deiner Kunden zur Datenverarbeitung einholst.

Datenschutzerklärung & Einwilligungsmanagement

Eine korrekte Datenschutzerklärung ist für Fotografen und Fotografinnen unerlässlich, um den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) gerecht zu werden. In der Datenschutzerklärung informierst du deine Kunden darüber, welche personenbezogenen Daten du erhebst, wie du sie verwendest und wie lange du sie speicherst.

In der Datenschutzerklärung sollten folgende Informationen enthalten sein:

1. Verantwortlicher: Du solltest klar angeben, wer für die Verarbeitung der Daten verantwortlich ist, also in der Regel du als Fotograf/in.

2. Kontaktdaten: Gib deine Kontaktdaten an, damit die betroffenen Personen wissen, wie sie dich erreichen können.

3. Arten von Daten: Beschreibe, welche Arten von personenbezogenen Daten du erhebst. Das können zum Beispiel Name, Adresse, E-Mail-Adresse oder Fotos sein.

4. Zweck der Datenverarbeitung: Erkläre den Zweck, für den du die Daten verarbeitest. Dies kann beispielsweise die Erstellung von Fotografien oder die Bereitstellung der Bilder auf deiner Webseite sein.

5. Rechtsgrundlage: Gib an, auf welcher Rechtsgrundlage du die Daten verarbeitest. In den meisten Fällen wird dies die Einwilligung der betroffenen Person sein.

6. Speicherdauer: Informiere darüber, wie lange du die Daten speicherst. Hier kannst du angeben, dass du die Daten so lange speicherst, wie sie für den Zweck der Verarbeitung erforderlich sind.

7. Übermittlung an Dritte: Wenn du personenbezogene Daten an Dritte weitergibst, zum Beispiel an Druckereien oder Online-Plattformen, dann musst du dies in der Datenschutzerklärung angeben.

8. Rechte der betroffenen Personen: Mache deine Kunden auf ihre Rechte aufmerksam, beispielsweise das Recht auf Auskunft, Berichtigung, Löschung oder Widerspruch.

Um das Einverständnis deiner Kunden zur Verarbeitung ihrer Daten einzuholen, kannst du ein Einwilligungsmanagement-System verwenden. Dies kann beispielsweise ein Formular auf deiner Website sein, in dem Kunden aktiv zustimmen müssen. Wichtig ist, dass die Einwilligung freiwillig, informiert und eindeutig erfolgt. Das bedeutet, dass deine Kunden verstehen müssen, wozu sie ihre Daten geben und welche Rechte sie haben. Du solltest darauf achten, dass die Einwilligung dokumentiert wird, indem du speicherst, wann und wie sie erteilt wurde.

Die Datenschutzerklärung und das Einwilligungsmanagement sind ongoingen Prozesse. Du solltest sicherstellen, dass deine Datenschutzerklärung immer auf dem neuesten Stand ist und Änderungen transparent kommuniziert werden. Außerdem ist es wichtig, dass du die Einwilligung deiner Kunden jederzeit widerrufen können.

Indem du eine korrekte Datenschutzerklärung und ein effektives Einwilligungsmanagement etablierst, gehst du den rechtlichen Anforderungen der DSGVO nach und zeigst deinen Kunden, dass du den Schutz ihrer Daten ernst nimmst.

Fazit

Der Umgang mit personenbezogenen Daten ist für Fotografen und Fotografinnen von großer Bedeutung. Mit der Einführung der Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) wurden die rechtlichen Anforderungen an den Datenschutz deutlich verschärft. In diesem Blogbeitrag haben wir uns mit den wichtigsten Aspekten der DSGVO für Fotografen beschäftigt.

Zunächst haben wir herausgearbeitet, was die DSGVO eigentlich ist. Sie ist eine europaweit geltende Datenschutzverordnung, die den Schutz personenbezogener Daten und die Rechte betroffener Personen stärken soll. Die DSGVO fordert von Fotografen eine sorgfältige und rechtmäßige Verarbeitung personenbezogener Daten.

Wir haben uns anschließend mit den rechtlichen Anforderungen auseinandergesetzt, denen Fotografen gerecht werden müssen. Dazu gehört unter anderem eine rechtmäßige Verarbeitung von Daten, das Vorliegen einer Rechtsgrundlage wie beispielsweise die Einwilligung der betroffenen Person und die Dokumentation von Prozessen und Maßnahmen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Datenschutzerklärung und das Einwilligungsmanagement. Eine Datenschutzerklärung informiert Kunden darüber, welche personenbezogenen Daten erhoben, verarbeitet und gespeichert werden. Zudem sollten die Rechte betroffener Personen in der Datenschutzerklärung erwähnt werden. Ein effektives Einwilligungsmanagement ermöglicht Fotografen, Einverständnisse zur Verarbeitung von Daten einzuholen und zu dokumentieren.

Abschließend lässt sich festhalten, dass die DSGVO eine große Herausforderung für Fotografen darstellt. Die Einhaltung der rechtlichen Anforderungen erfordert Aufmerksamkeit und Sorgfalt bei der Verarbeitung personenbezogener Daten. Durch die Umsetzung der DSGVO können Fotografen jedoch Vertrauen bei ihren Kunden schaffen und zeigen, dass ihnen der Datenschutz wichtig ist.

Es ist ratsam, sich weitergehend mit den rechtlichen Bestimmungen der DSGVO auseinanderzusetzen und sich bei Bedarf rechtlichen Rat einzuholen, um sicherzustellen, dass der Umgang mit Daten den gesetzlichen Vorgaben entspricht. Eine transparente Datenschutzerklärung und ein gut funktionierendes Einwilligungsmanagement sind wichtige Schritte in Richtung eines sicheren Umgangs mit Daten und zur Erfüllung der rechtlichen Anforderungen der DSGVO.


Marvin Sengera

Hey ich bin Marvin Sengera…

…leidenschaftlicher Fotograf aus Lippstadt. Angefangen habe ich fotografisch im Jahr 2013 mit der Landschafts- und Astrofotografie. Egal ob auf Reisen, im heimischen Paderborner Land oder im schönen Lippstadt, es gibt überall einzigartige Momente und Perspektiven zu entdecken. Seit 2016 biete ich meine Leistungen als Fotograf professionell an und habe mein Portfolio durch Eventfotografie (z.B. Hochzeiten, Messen, Firmenfeiern und Geburtstage), Sportfotografie (z.B. Segelregatten und Sportevents) und Portraitfotografie erweitert.


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