Neue Kühloption für längere Videoaufnahmen
SmallRig hat ein neues Kühlzubehör vorgestellt, das bei Videoaufnahmen mit Vollformatkameras die Laufzeiten spürbar verlängern soll. Im Fokus stehen dabei vor allem Canon-Modelle, gleichzeitig ist das System aber auch für verschiedene Sony-Kameras nutzbar. Ziel ist eine verlässlichere Temperaturkontrolle – insbesondere bei hochauflösenden und langen Takes.
Mehr Reserven bei 8K und 4K
Entwickelt wurde der Lüfter speziell für die Canon EOS R5 sowie die EOS R5 Mark II. Die Konstruktion ist darauf ausgelegt, Wärme effektiv von der Rückseite der Kamera abzuleiten. Laut Herstellerangaben kann sich dadurch die mögliche Aufnahmezeit bei 8K mit 30 Bildern pro Sekunde bei Raumtemperatur etwa verdoppeln. Selbst bei deutlich höheren Umgebungstemperaturen wird noch ein spürbarer Zugewinn in Aussicht gestellt.
Konkrete Messwerte nennt SmallRig zwar nicht, allerdings deuten veröffentlichte Diagramme darauf hin, dass bei 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sehr lange Aufnahmezeiten möglich sind und auch 8K mit 30 Bildern pro Sekunde deutlich länger durchhalten soll. Angaben zur 8K-Aufnahme mit 60 Bildern pro Sekunde an der EOS R5 Mark II wurden vom Hersteller nicht kommuniziert.
Betriebsmodi, Montage und Schutzfunktionen
Der Lüfter bietet zwei Modi: einen leiseren Betrieb für Situationen, in denen Geräuschentwicklung kritisch ist, sowie einen stärkeren Modus für maximale Kühlleistung. Die Montage erfolgt werkzeuglos über einen Schnappmechanismus, was den Einsatz unterwegs vereinfacht.
Zusätzlich sind Schutzfunktionen integriert, die unter anderem vor Überhitzung, fehlerhafter Stromversorgung und möglichen Blockierungen schützen sollen.
Kompatibilität über Canon hinaus
Auch wenn das Zubehör in erster Linie für die genannten Canon-Kameras gedacht ist, lässt es sich laut SmallRig ebenfalls mit einer Reihe von Sony-Kameras verwenden – darunter verschiedene ZV-Modelle sowie mehrere Kameras aus den A7-, A6- und FX-Serien. Dafür muss lediglich die entsprechende Halterung angepasst beziehungsweise entfernt werden. Außerdem ist der Betrieb mit externen Akkulösungen möglich, was besonders bei längeren Setups interessant ist.
Wie sind deine Erfahrungen mit Überhitzung?
Überhitzung kann je nach Auflösung, Bildrate, Umgebungstemperatur und Aufnahmedauer schnell zum limitierenden Faktor werden. Hattest du bei längeren Videoaufnahmen schon einmal mit Temperaturwarnungen oder Abschaltungen zu kämpfen – und welche Lösungen haben dir in der Praxis geholfen?




