Sigmas neueste Vollformatkamera, die Sigma BF, sorgt aktuell für viel Gesprächsstoff – in Redaktionen ebenso wie bei bekannten Fotografen und in der YouTube-Community. Sie wirkt wie ein Paradebeispiel dafür, dass mutige Innovation oft auch polarisiert. Beim Hands-on-Event in Tokio konnten erste Creator die Kamera ausprobieren. Hier sind die spannendsten Eindrücke, die dabei immer wieder genannt wurden.
Minimalismus mit eigenem Charakter
Ein Fotograf und YouTuber, der die Sigma BF bereits in Japan in die Hand nehmen konnte, hebt vor allem das konsequent minimalistische Design hervor. Das Gehäuse wirkt wie aus einem Stück gefertigt und vermittelt einen sehr hochwertigen, „aus einem Block“ gedachten Eindruck. Gleichzeitig fällt aber auch Kritik: In Sachen Ergonomie scheint die Form nicht für jede Hand ideal zu sein.
Positiv wird außerdem das Konzept der voreinstellbaren Presets und Filter erwähnt, mit denen sich Bildern schnell ein eigener Look geben lässt. Gerade für alle, die gern direkt beim Fotografieren einen bestimmten Stil festlegen, könnte das ein interessanter Ansatz sein.
Beeindruckend verarbeitet – aber nicht für jeden sinnvoll
Auch andere bekannte Foto-YouTuber, die beim Event vor Ort waren, bezeichnen die Sigma BF als eine der ungewöhnlichsten Kameras der letzten Zeit. Im Fokus steht für sie die sehr hochwertige Verarbeitung und das auffällige, eigenständige Design. Die Begeisterung für die Optik und die Haptik ist deutlich – gleichzeitig wird die grundsätzliche Sinnfrage gestellt: Für wen ist diese Kamera eigentlich gemacht?
Trotz dieser Skepsis sehen sie einen möglichen Sweet Spot: Wer bisher hauptsächlich mit dem Smartphone fotografiert, könnte durch das einfache, designorientierte Konzept eher Lust bekommen, auf eine „richtige“ Kamera umzusteigen.
Schön, kompakt – und voller Fragezeichen
Ein weiterer Reviewer beschreibt die Kamera als außergewöhnlich ästhetisch und lobt, wie kompakt und leicht sie wirkt. Beim praktischen Ausprobieren bleiben für ihn allerdings einige Punkte offen. Besonders auffällig ist die starke Reduktion: Die Kamera verzichtet auf mehrere typische Anschlüsse und Schnittstellen, die viele bei modernen Kameras erwarten würden. Positiv erwähnt wird immerhin, dass der Akku austauschbar ist.
Unterm Strich bleibt bei ihm eine Mischung aus Faszination und Zurückhaltung – vor allem, wenn es um die Frage geht, wie gut die Sigma BF in professionellen Workflows bestehen kann.
Design wie aus der Tech-Welt – mit klaren Kompromissen
Ein weiterer Eindruck aus der Szene: Das Design erinnert manche an die Klarheit und Strenge moderner Tech-Produkte. Gelobt wird die stilvolle Konstruktion, gleichzeitig werden klassische Kamera-Elemente vermisst – etwa ein Sucher oder bestimmte mechanische Komponenten, die viele als wichtig empfinden, wenn eine Kamera konsequent auf Fotografie ausgerichtet sein soll.
Trotzdem gibt es Respekt für den Mut: Sigma bringt mit der BF kein „noch eine Kamera wie alle anderen“, sondern ein bewusst anderes Konzept.
Mein Fazit nach den ersten Stimmen
Die Sigma BF scheint eine Kamera zu sein, die man entweder sofort spannend findet – oder sofort hinterfragt. Genau das macht sie gerade so interessant: Sie setzt nicht auf maximale Ausstattung, sondern auf eine klare Idee aus Design, Reduktion und einem speziellen Bedien- und Look-Konzept.
Wie ist dein Eindruck: Findest du den minimalistischen Ansatz reizvoll, oder sind dir klassische Features und Anschlüsse zu wichtig, um auf sie zu verzichten?




