Sigma hat ein neues Superzoom-Objektiv für spiegellose APS-C-Kameras angekündigt: das 16–300mm f/3.5–6.7. Mit seinem 18,8-fachen Zoomfaktor ist es in dieser Form eine Besonderheit am Markt und soll für mehrere Anschlussvarianten erscheinen, darunter L-Mount, Sony E-Mount, Fuji X-Mount und Canon RF-Mount. Umgerechnet auf Kleinbild entspricht der Brennweitenbereich etwa 24 bis 450 mm – damit eignet sich das Objektiv sowohl für Landschaft und Reise als auch für Porträts, Tiere oder weit entfernte Motive.
Viel Brennweite in einem Objektiv
Der große Zoombereich macht das 16–300mm besonders attraktiv für alle, die möglichst selten das Objektiv wechseln möchten. Vom echten Weitwinkel bis in den starken Telebereich deckt es zahlreiche Einsatzgebiete ab und kann dadurch als „Immer-drauf“ für unterwegs interessant sein.
Optischer Aufbau und Naheinstellgrenze
Im Inneren kommen 20 Linsenelemente in 14 Gruppen zum Einsatz. Zur Korrektur von Abbildungsfehlern nutzt Sigma dabei spezielle Glaselemente (unter anderem FLD- und SLD-Elemente) sowie mehrere asphärische Linsen, um eine hohe Bildqualität über den gesamten Zoombereich zu unterstützen.
Spannend ist auch die Naheinstellfähigkeit: Im Weitwinkel liegt die Naheinstellgrenze bei 17 cm, im Telebereich bei 105 cm. Bei 70 mm wird ein maximaler Abbildungsmaßstab von 1:2 erreicht, was für detailreiche Nahaufnahmen praktisch ist.
Autofokus, Stabilisierung und Robustheit
Für die Scharfstellung setzt Sigma auf einen HLA-Autofokus, der schnell, leise und zuverlässig arbeiten soll. Zusätzlich wurde laut Hersteller das sogenannte Focus Breathing minimiert, was insbesondere für Videoaufnahmen ein Vorteil sein kann.
Ein integrierter Bildstabilisator ist ebenfalls an Bord und soll Verwacklungen deutlich reduzieren – im Weitwinkel stärker als im Telebereich. Dazu kommt ein wetterfest ausgelegtes Gehäuse, das das Objektiv besser gegen anspruchsvolle Bedingungen im Alltag und auf Reisen wappnet.
Blende, Handling und Ausstattung
Die Blende lässt sich weit schließen (je nach Brennweite bis in sehr kleine Öffnungen), was zusätzlichen Spielraum für kreative Effekte und große Schärfentiefe geben kann. Neun Blendenlamellen sollen zudem für ein angenehmes Bokeh sorgen.
Mit 615 g fällt das Objektiv für diesen Zoombereich vergleichsweise kompakt aus. Es ist rund 121,4 mm lang, misst 73,8 mm im Durchmesser und nutzt ein 67-mm-Filtergewinde. Eine spezielle Beschichtung der Frontlinse, ein Zoom-Lock-Schalter sowie die insgesamt auf Alltagstauglichkeit ausgelegte Ausstattung runden das Paket ab.
Geplanter Start
Die Markteinführung ist für April 2025 vorgesehen.




