DJI hat mit der Osmo Pocket 3 eine der spannendsten kompakten Gimbal-Kameras im aktuellen Markt. Gerade weil das Gerät bei Content Creators so beliebt ist, sorgt DJI mit laufenden Software-Optimierungen immer wieder für neue Funktionen und Verbesserungen.
Neue Funktionen durch Firmware-Update
Mit einem aktuellen Firmware-Update erhält die Osmo Pocket 3 mehrere praxisnahe Neuerungen. Dazu zählen ein zusätzlicher Zoom-Modus, Verbesserungen beim Fokussieren sowie ein D-Log-M-Farbprofil, das unter anderem auch für den Einsatz der Kamera als Webcam interessant sein kann.
Besonders auffällig ist der neue Med-Tele-Modus: Er ermöglicht eine zweifache Vergrößerung, ohne dabei die 4K-Auflösung zu verlassen. Im Unterschied zu klassischem Digitalzoom soll die Bildqualität dabei weitgehend erhalten bleiben, was vor allem bei Detailaufnahmen ein echter Vorteil ist. Einschränkungen gibt es dennoch: In diesem Modus ist der ISO-Wert begrenzt, und eine Motivverfolgung per ActiveTrack steht dort nicht zur Verfügung.
Zusätzlich wurde eine Funktion zur automatischen Kompensation von sichtbaren Bildwinkeländerungen beim Fokussieren integriert (häufig als „Breathing“ bekannt). Das sorgt dafür, dass Fokusfahrten in Videos ruhiger und weniger „pumpend“ wirken können.
Für die Webcam-Nutzung gibt es ebenfalls ein Upgrade: Die Kamera unterstützt hierbei D-Log-M mit 10-Bit-Farbtiefe. Das kann vor allem dann spannend sein, wenn man Material später farblich anpassen oder mehr Spielraum in der Nachbearbeitung haben möchte.
Auch die Begleit-App wurde verbessert
Parallel zum Kamera-Update wurde auch die DJI-Mimo-App aktualisiert. Unter anderem lassen sich Dateien nun im Hintergrund herunterladen, was den Workflow deutlich angenehmer machen kann. Zusätzlich gibt es auf ausgewählten Smartphone-Modellen die Möglichkeit, Einzelbilder direkt aus Videos zu extrahieren und zu speichern.
Ausblick: Wie geht es mit weiteren Updates weiter?
Neben den neuen Features sollen die Updates auch Stabilität und Leistung der Osmo Pocket 3 verbessern. In bisherigen Eindrücken und Tests gab es dazu keine auffälligen negativen Rückmeldungen. DJI hatte in der Vergangenheit einen recht regelmäßigen Update-Rhythmus – ob das Unternehmen dieses Tempo für die Ende 2023 vorgestellte Kamera langfristig beibehält, bleibt abzuwarten.
Wenn DJI seinen bisherigen Produktzyklus fortsetzt, dürfte eine nächste Generation frühestens in einigen Jahren realistisch sein. Konkrete Hinweise oder verlässliche Gerüchte zu einem Nachfolgemodell gibt es derzeit allerdings nicht.




