Canon hat mit der PowerShot V1 eine neue Kompaktkamera vorgestellt, die aktuell allerdings nur in Asien erhältlich ist. Für Interessierte in Europa ist das zunächst ernüchternd, denn eine offizielle Ankündigung für weitere Märkte gibt es bislang nicht. Erfahrungsgemäß hat Canon jedoch schon häufiger Produkte, die zunächst regional gestartet sind, später auch international angeboten.
Sensor und Autofokus: Ungewöhnliches Format, moderne Technik
Im Inneren der PowerShot V1 arbeitet ein Sensor in der eher seltenen Größe „Type 1.4“. Von der Fläche her liegt das grob in der Nähe von Micro-Four-Thirds, allerdings mit einem Seitenverhältnis von 3:2. Die Auflösung beträgt 22 Megapixel.
Für die Scharfstellung setzt Canon auf Dual Pixel AF II, der für schnelle und zuverlässige Autofokus-Leistung bekannt ist. In der Diskussion unter Technikfans taucht zudem die Vermutung auf, dass der Sensor technisch an Lösungen aus Canons APS-C-Portfolio erinnert, da die Pixelgröße in eine ähnliche Richtung gehen soll.
Fest verbautes Zoom: 16–50 mm für Alltag und Video
Die Kamera kommt mit einem fest integrierten Zoomobjektiv, das den Bereich von 16 bis 50 mm abdeckt. Die Lichtstärke liegt bei f/2.8 bis f/4.5 (je nach Brennweite). Damit wird klar, wohin die Reise geht: ein kompaktes Setup, das besonders für Video und Content Creation gedacht ist.
Starker Videofokus: 4K, Oversampling, Lüfter und Streaming
Der Schwerpunkt der PowerShot V1 liegt deutlich auf Video. Zu den wichtigsten Videofunktionen zählen:
– 4K mit bis zu 60 Bildern pro Sekunde (mit Crop-Faktor)
– 4K mit bis zu 30 Bildern pro Sekunde ohne Crop, mit Oversampling aus höherer Auflösung
– Integrierter Lüfter für längere Aufnahmezeiten (auch bei anspruchsvollen Modi)
– Streaming-Funktionen sowohl kabelgebunden als auch kabellos
– Canon Log3 für mehr Spielraum in der Nachbearbeitung
– Integrierter ND-Filter mit 3 EV
– Multifunktionsschuh sowie Mikrofon- und Kopfhöreranschluss
Gerade die Kombination aus Lüfter, Log-Profil und ND-Filter zeigt, dass Canon hier klar Videografen und Vlogger im Blick hat.
Display statt Sucher
Einen elektronischen Sucher gibt es nicht. Stattdessen nutzt die Kamera ein 3-Zoll-Touchdisplay mit 1.040.000 Bildpunkten, das seitlich ausgeschwenkt werden kann. Das ist vor allem für Self-Recording, bodennahe Perspektiven oder flexible Setups auf dem Stativ praktisch.
Serienbilder, Stabilisierung und weitere Eckdaten
Beim Autofokus sollen Technologien aus der Canon EOS R6 Mark II inklusive Motiverkennung zum Einsatz kommen. Für Fotos sind Serienbildraten von bis zu 30 Bildern pro Sekunde möglich.
Zur Stabilisierung bietet die PowerShot V1 einen integrierten Stabilisator, der bis zu fünf Blendenstufen ausgleichen soll. Für Video kommt zusätzlich eine elektronische Stabilisierung dazu. Bei den Verschlusszeiten sind bis zu 1/2.000 Sekunde mit mechanischem und bis zu 1/16.000 Sekunde mit elektronischem Verschluss möglich.
Gespeichert wird auf einer einzelnen UHS-II-Speicherkarte. Die Kamera ist 118 × 68 × 53 mm groß und wiegt 426 Gramm.
Wie könnte die Einordnung ausfallen?
Da die Kamera derzeit nur in Asien angeboten wird, gibt es für andere Regionen noch keine verlässliche Einordnung, wie Canon sie hier positionieren würde. Klar ist aber: Ausstattung und Konzept zielen auf ein kompaktes All-in-one-Gerät, das Foto und vor allem Video in einem Creator-freundlichen Paket vereinen soll.
Wäre die Canon PowerShot V1 für dich interessant, falls sie auch bei uns erscheinen sollte?




