Canons Kompaktkamera-Comeback scheint zunehmend konkrete Formen anzunehmen. Nach aktuellen Gerüchten könnten noch in diesem Jahr gleich mehrere neue PowerShot-Modelle erscheinen – darunter wohl auch eine Neuauflage der beliebten G7 X-Reihe.
Canon nimmt Kompaktkameras wieder ernst
Dass Canon das Thema Kompaktkameras wieder stärker in den Fokus rückt, deutet sich schon länger an. Berichten zufolge wurde die Produktion von Kompaktkameras für 2026 deutlich erhöht. Außerdem hatte sich Canon auf einer Branchenmesse auffallend offen zu einer kommenden Kompaktkamera geäußert, die mit „neuer Technologie“ arbeiten soll. Nun verdichten sich die Hinweise – und sie klingen ambitionierter als viele erwartet hätten.
Hinweise aus dem Handel: Drei neue PowerShot-Kameras
Ein aktueller Bericht beruft sich auf Informationen aus dem Einzelhandel. Demnach sollen nach einem internen Meeting mit Canon-Vertriebsmitarbeitern Details zu gleich drei neuen PowerShot-Kameras bekannt geworden sein. Zwei Modelle sollen eher im höherwertigen Segment positioniert sein, während ein drittes Gerät stärker auf den Massenmarkt abzielt.
Welche Kamera zuerst erscheint, ist noch offen. Es ist gut möglich, dass selbst Canon die finalen Termine intern noch nicht vollständig festgezurrt hat.
Neue G7 X: Nachfolger mit frischem Namen und lichtstarkem Zoom
Am konkretesten wirken die Informationen zu einer neuen Kamera aus der G7 X-Serie – gedacht als Nachfolgerin der PowerShot G7 X Mark III. Auffällig: Sie soll offenbar nicht einfach als „Mark IV“ erscheinen, sondern einen neuen Modellnamen erhalten.
Zusätzlich ist von einem Zoom-Objektiv die Rede, das über den gesamten Brennweitenbereich eine hohe Lichtstärke bieten soll. Das wäre ein naheliegender Schritt, denn die G7 X Mark III ist trotz ihres Alters zuletzt wieder stark nachgefragt gewesen. 2025 sorgte ein viraler Hype sogar dafür, dass sie zeitweise nur schwer verfügbar war. Ein moderner Nachfolger wäre daher absolut folgerichtig.
High-End mit langem Telezoom: Kommt ein Superzoom-Modell?
Das zweite der höherklassigen Modelle soll eine PowerShot mit sehr langem Telezoom werden. Beobachter halten es für plausibel, dass Canon hier ein Superzoom-Konzept verfolgt – ähnlich der Idee, die bei extrem zoomstarken Bridge-Kameras anderer Hersteller seit Jahren gut ankommt.
Ob Canon dabei wirklich in die ganz extremen Brennweitenregionen vorstößt, bleibt abzuwarten. Ein großer Zoombereich scheint jedoch gesetzt. Außerdem wird erwähnt, dass eine Pre-Capture-Funktion in irgendeiner Form für die PowerShot-Reihe geplant sein könnte. Gerade bei einer Kamera für Tier-, Vogel- oder Sportfotografie wäre das ein sinnvolles Feature, um den entscheidenden Moment besser zu erwischen.
Drittes Modell: Klein, einfach und für viele gedacht
Über das dritte, eher auf den Massenmarkt ausgerichtete Modell ist bislang am wenigsten bekannt. Spekuliert wird über eine moderne, unkomplizierte Kompaktkamera, die bewusst günstig und leicht zugänglich sein soll – also ein Gerät, das man einfach einsteckt und ohne großen Lernaufwand nutzt.
Gerade für jüngere Zielgruppen, die aktuell wieder stärker an der „Kompaktkamera-Ästhetik“ interessiert sind, könnte so ein Einstiegsmodell der wichtigste Baustein sein. Denn nicht alle, die sich für den Look begeistern, möchten direkt viel Geld in eine Kamera investieren.
Einschätzung: Ein ungewöhnlich großer PowerShot-Start
Sollten sich die Gerüchte bestätigen, könnte Canon vor dem umfangreichsten PowerShot-Launch seit vielen Jahren stehen. Drei Modelle für klar unterschiedliche Zielgruppen wären ein deutliches Signal. Zusammen mit Canons bereits existierenden, stärker auf Video ausgerichteten PowerShot-Optionen würde sich daraus wieder ein breiteres Kompaktkamera-Portfolio ergeben.
Ob tatsächlich alle drei Kameras noch 2026 erscheinen oder einzelne Modelle nach hinten rutschen, bleibt offen. Klar ist aber: Canon scheint das Kompaktkamera-Thema nicht nur testweise anzufassen, sondern ernsthaft neu zu beleben.




