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Canon EOS R3 Mark II: Gerüchte über Dual-Auflösungs-Sensor und extreme Serienbildraten

Unbestätigte Berichte rund um eine mögliche Canon EOS R3 Mark II sorgen aktuell für Gesprächsstoff. Im Raum steht dabei eine besonders spannende Idee: ein Sensor mit dualer, also umschaltbarer nativer Auflösung. Wie belastbar diese Informationen sind, ist allerdings eine andere Frage.

Warum gerade jetzt über eine EOS R3 Mark II spekuliert wird

Im Umfeld der Olympischen Winterspiele in Mailand sind neue Gerüchte zu einer möglichen Canon EOS R3 Mark II aufgekommen. Auslöser war ein veröffentlichtes Foto aus einem Bereich von Canon Professional Services, auf dem Regalbeschriftungen zu sehen waren. Diese Aufkleber wurden in der Folge als Hinweis auf bislang unbekannte Kameramodelle interpretiert – und haben eine Welle an Spekulationen ausgelöst. Das Problem: Die Faktenlage ist bisher ausgesprochen dünn.

Die aktuell kursierenden Spezifikationen: Duale Auflösung und sehr hohe Serienbildraten

Die genannten Details stammen laut den Berichten von einem chinesischen Social-Media-Account mit dem Namen „Camera Beta“. Diese Quelle lag in der Vergangenheit teils richtig, teils daneben – eine verlässliche Bestätigung gibt es auch diesmal nicht. Trotzdem sind die Behauptungen so konkret, dass sie vielerorts aufgegriffen wurden.

Demnach soll es sich bei der EOS R3 Mark II um ein experimentell ausgerichtetes Modell handeln – mit einem rückwärtig beleuchteten, gestapelten CMOS-Sensor und einer dualen nativen Auflösung. Genannt werden dabei unter anderem folgende Punkte:

– Umschaltbare native Auflösung mit zwei Modi: 54 Megapixel oder 24 Megapixel
– Serienbilder: bis zu 40 Bilder pro Sekunde im 54-Megapixel-Modus und bis zu 90 Bilder pro Sekunde im 24-Megapixel-Modus
– Verbesserte Low-Light-Leistung im 24-Megapixel-Modus durch eine Kombination aus verändertem Bayer-Layout und Pixel-Binning; zusätzlich wird eine „Triple Native ISO“-Technologie erwähnt
– Autofokus: ein „Quad Pixel CMOS AF“-System, bei dem pro Pixel vier Fotodioden genutzt werden sollen; außerdem wird von kreuzförmigem AF über die gesamte Sensorfläche gesprochen, inklusive Erkennung in horizontaler, vertikaler und diagonaler Richtung
– Video: interne Aufzeichnung in 9K mit 60p sowie 6K mit 120p in RAW, jeweils mit vollem Pixel-Autofokus

Skepsis aus der Gerüchteküche: „Diese Kamera wird es nie geben“

Nicht alle halten diese Spekulationen für plausibel. Eine bekannte, auf Canon-Gerüchte spezialisierte Quelle zeigt sich deutlich kritisch und berichtet, man habe mit mehreren Kontakten vor Ort gesprochen – und niemand habe Hinweise auf eine EOS R3 Mark II. Dort wird diese Gerüchtewelle als erneutes Aufkochen einer Geschichte beschrieben, an deren Existenz grundsätzlich gezweifelt wird.

Auch die viel diskutierten Regalbeschriftungen bekommen in diesem Zusammenhang eine eher unspektakuläre Deutung: Eine der auffälligen Abkürzungen könnte schlicht auf eine Firmware-Version eines bereits existierenden Modells hinweisen – statt auf einen geheimen Codenamen für eine neue Kamera.

Einordnung: Spannend, aber bisher nicht verifiziert

Die kolportierten Daten lesen sich beeindruckend und wirken technisch nicht komplett aus der Luft gegriffen. Kameras mit mehreren wählbaren nativen Auflösungen gibt es bereits bei anderen Herstellern. Dennoch bleibt der entscheidende Punkt: Aktuell fehlt jede belastbare Bestätigung, und die Informationen stammen aus einer Social-Media-Quelle, deren Trefferquote gemischt ist.

Bis verlässlichere Hinweise auftauchen, sollte man diese Gerüchte daher mit entsprechender Vorsicht betrachten. Sobald es konkretere Anzeichen oder bestätigte Informationen gibt, lohnt sich ein neuer Blick auf das Thema.


Marvin Sengera

Über Marvin Sengera

Marvin Sengera ist ein Fotograf aus Paderborn mit einem besonderen Blick für Landschaften und einzigartige Momente. Seit 2013 erkundet er mit seiner Kamera die Welt, angefangen bei der Landschafts- und Astrofotografie. Mit seinem Hintergrund im Informatikstudium und seiner Technikbegeisterung bringt er eine analytische Herangehensweise in seine Arbeit ein. Dabei nutzt er das Canon R System, um seine kreativen Visionen präzise umzusetzen. Seit 2016 bietet er seine Dienste professionell an und hat sein Portfolio um Eventfotografie, Sportfotografie und Portraitfotografie erweitert. Ob auf Reisen oder in seiner Heimat, Marvin hält stets besondere Augenblicke in beeindruckenden Bildern fest.

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