Kompaktkameras erleben ein echtes Comeback
Kompaktkameras sind wieder gefragt – und das offenbar nicht nur aus nostalgischen Gründen. Canon reagiert auf die deutlich gestiegene Nachfrage und will die Produktion im Jahr 2026 spürbar ausbauen.
Nach einem Bericht aus Japan plant Canon, die Fertigung seiner Kompaktkameras 2026 auf das Anderthalbfache des Vorjahres anzuheben. Hintergrund ist demnach ein sehr starkes Jahr 2025: Im Vergleich zu 2024 sollen sich die Verkäufe von Canons Kompaktkameras sogar verdoppelt haben. Besonders stark nachgefragt gewesen sei die PowerShot G7 X Mark III, die durch virale Aufmerksamkeit zeitweise nur schwer verfügbar gewesen sein soll.
Warum ausgerechnet ein älteres Modell so begehrt ist
Spannend ist dabei: Die PowerShot G7 X Mark III ist schon seit mehreren Jahren auf dem Markt. Trotzdem scheint sie für viele genau die Mischung zu liefern, die sie suchen – unter anderem durch ihre lichtstarke Ausrichtung, ein längeres Zoom und ein insgesamt sehr kompaktes Gehäuse.
Zwar hat Canon inzwischen auch eine modernere Kompaktkamera im Programm, die technisch aktueller aufgestellt ist. Allerdings richtet sich diese stärker an eine andere Zielgruppe: eher als spezialisierte Vlogging-Kamera gedacht, während die G7 X Mark III für viele als klassische Reise- und Allround-Kompakte funktioniert. Genau dieser Unterschied dürfte erklären, warum beide Modelle nebeneinander ihre Daseinsberechtigung haben.
Eine neue Zielgruppe treibt den Trend
Besonders interessant ist die Frage, wer heute überhaupt Kompaktkameras kauft. Auf einer Branchenmesse Anfang 2026 sollen Canon-Verantwortliche betont haben, dass die aktuellen Käufer nicht mehr dem klassischen Kompaktkamera-Publikum von früher entsprechen. Stattdessen sei eine neue Zielgruppe prägend: Menschen, die hybrid arbeiten und Inhalte vor allem für Social Media produzieren.
Viele wünschen sich dabei ganz bewusst ein Werkzeug jenseits des Smartphones – mit besserer Ergonomie, echtem optischem Zoom, stärkerer Leistung bei wenig Licht und überzeugenderen Videofunktionen. Das Smartphone bleibt zwar immer dabei, aber für bestimmte Situationen möchten viele wieder gezielt zur Kamera greifen.
Was das für kommende Modelle bedeuten könnte
Wenn Canon nun wieder stärker in dieses Segment investiert, ist davon auszugehen, dass zukünftige Kompaktkameras mehr sein sollen als reine „Point-and-Shoot“-Geräte. Wahrscheinlich rücken hybride Stärken aus Foto und Video stärker in den Vordergrund – inklusive modernerem Autofokus, aktuellerer Prozessoren und insgesamt schnelleren Workflows, wie sie besonders für Content Creation wichtig sind.
Gleichzeitig könnten klassische Vorteile von Kompaktkameras wieder stärker zählen: ein vielseitiger Zoom-Bereich, gute Low-Light-Qualitäten und ein unauffälliges, leichtes Setup – ideal für Reisen, Street-Fotografie und den Alltag.
Noch keine konkreten Ankündigungen – aber ein deutliches Signal
Konkrete neue Modelle wurden bislang nicht genannt. Die geplante Produktionssteigerung ist dennoch ein ziemlich klares Zeichen dafür, dass Canon mittelfristig mehr vorhaben dürfte. Zudem wurde von Canon-Seite zuletzt angedeutet, dass an einer neuen Kompaktkamera mit moderner Technologie gearbeitet wird.




